Sonthofen liest

Aus der Mitte des Kulturbeirates stammt die Idee einer eigenen Literaturreihe für Sonthofen: Dr. Kay Wolfinger und Kulturreferentin Petra Müller wollten aufzeigen, dass Literatur auch in der "Provinz" vielschichtig präsentiert und aufgenommen werden kann. So bietet seit 2015 das Projekt "Sonthofen liest" mit einem bunten Programm an Lesungen, Buchvorstellungen, Literaturkursen oder Kinderveranstaltungen vielfältige Unterhaltung, die so gar nicht "provinziell" ist. Dabei wird Literatur nicht nur gelesen, sondern auch gestaltet, gespielt und erlebt.

Der Schriftsteller W. G. Sebald (1944–2001) kann heute, fast zwei Jahrzehnte nach seinem Tod, als einer der wichtigsten und international bekanntesten deutschsprachigen Schriftsteller unserer Zeit gelten.Zur Würdigung des Autors und seines literarischen Werkes hat sich jetzt in Kempten die Deutsche Sebald-Gesellschaft e.V. gegründet. Weitere Informationen zur für 2020 geplanten W.-G.-Sebald-Fachtagung sowie zum W.-G.-Sebald-Literaturpreis 2020 finden Sie >>hier.

Nachdem "Sonthofen liest" 2020 leider pausieren musste, finden 2021 wieder kleinere Veranstaltungen entsprechend den geltenden Hygieneregeln statt. Neben den Literaturkursen der Oberallgäuer Volkshochschule bietet die Literaturreihe folgendes Programm:

Urs Weiß © privat

Sechs Termine drei Orte

Wie lässt sich Unbeschwertheit herstellen, auch wenn die Auswirkungen von Corona uns weiter begleiten? Kreativität hilft dabei, Leichtigkeit zu gewinnen und Stress zu reduzieren. Nicht umsonst heißt es: Not macht erfinderisch!

Also erfinden wir etwas: Mit Stift und Papier gehen wir auf Entdeckungsreise. Wir erobern uns Räume von der Pandemie zurück. In kurzen Skizzen und längeren Schreibsequenzen fangen wir unsere Eindrücke ein: in der Fußgängerzone, im Kurpark und in der Stadthausgalerie. Wir lassen uns von den eigenen Texten inspirieren und entwickeln Humor. Mitten im Alltag lassen wir die eigene Fantasie frei und erholen uns dabei. Stärker noch als vor der Pandemie werden wir zu schätzen wissen: Mit anderen zu schreiben kann ein beglückendes Erlebnis sein.

Schreibworkshop „Kreative Streifzüge“ – Flanieren durch die Stadt

Termine: 07.08.2021- 10–12 Uhr / 27.08.2021 – 15–17 Uhr

Treffpunkt: wird bei Anmeldung bekannt gegeben

Schreibworkshop „Bin im Garten“ – Schreiben im Kurpark

Termine: 28.08.2021 / 10.09.2021, jeweils 14–16 Uhr

Treffpunkt: Tiefgarage (gegenüber Pizzeria), Hirnbeinstr. 8

Schreibworkshop "Frauengeschichten" – Schreiben in der Stadthausgalerie – Frauen in der Kunst

11.11.2021 – 16–18 Uhr / 25.11.2021 – 15–17 Uhr

Ort: Stadthausgalerie Sonthofen

Teilnahmegebühr pro Termin: 20 € zzgl. Eintritt/ max. 8 Personen

Anmeldung bitte bis spätestens drei Tage vor der Veranstaltung direkt bei Urs Weiß (kontakt@urs-weiss.de).

 

Oliver Pötzsch © privat

"Das Buch des Totengräbers – Ein Fall für Leopold von Hertzfeld"

Oliver Pötzsch liest am Mittwoch, den 13. Oktober, um 19 Uhr in der Stadtbücherei Sonthofen aus seinem neuen Roman „Das Buch des Totengräbers - Ein Fall für Leopold von Hertzfeld“. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung in der Stadtbücherei Sonthofen wird gebeten: Marktstr. 1, Tel. 08321/609505-10, stadtbuecherei@sonthofen.de

Ein spannender, witziger, morbider Lese-Abend über den Weg alles Irdischen … Mit Herzstilett, Totenwecker und Vampirkoffer. Dazu Musik von Wolfgang Ambros bis Georg Kreisler. Weil der Tod nun mal ein Wiener ist, nicht nur auf dem Zentralfriedhof  …

Bestsellerautor Oliver Pötzsch legt eine neue große Kriminalserie vor, in der er vom Ende einer Epoche erzählt – neben verrauchten Kaffeehäusern, Fiakern und rauschenden Opernbällen gehören auch bittere Armut, Kinderarbeit, antisemitische Anfeindungen und aufkeimender Nationalismus am Ende des 19. Jahrhunderts zum Alltag Wiens. Aber auch in der Verbrechensbekämpfung kündigt sich in der wachsenden Metropole ein Zeitenwechsel mit neuen Ermittlungsmethoden an.

Oliver Pötzsch, Jahrgang 1970, war jahrelang Filmautor beim Bayerischen Rundfunk und lebt heute als Autor in München. Seine historischen Romane um den Schongauer Henker Jakob Kuisl haben ihn weit über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht. Er ist selbst ein Nachfahre der Kuisls, die 300 Jahre lang die berühmteste Henker-Dynastie Bayerns waren.

Antonie Schneider © Heike Bogenberger

"Es flattert und singt: Gedichte und mehr und alles für Kinder"

Am Freitag, den 15. Oktober, um 16 Uhr stellt Antonie Schneider in der Stadtbücherei Sonthofen eigene Gedichte aus ihrem Kinderbuch „Es flattert und singt: Gedichte und mehr und alles für Kinder“ vor.  Begleitet wird sie von der Violinistin Editha Fetz. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung in der Stadtbücherei Sonthofen wird gebeten: Marktstr. 1, Tel. 08321/609505-10, stadtbuecherei@sonthofen.de

Mit der Zauberkraft der Poesie die Welt verstehen. Wenn Henne und Hahn nicht nur an Regentagen dichten, dann tanzen Zucchini, Kartoffeln tragen Pantoffeln, Buchstaben bekommen Füße, Zitronen wachsen Flügel ... Ist das nicht Grund genug zum Selberdichten für Groß und Klein?

Antonie Schneider wurde in Mindelheim im Allgäu geboren und lebt heute als freie Autorin im Westallgäu. Für ihre Projekte und Bücher arbeitet sie gern mit Künstlerinnen und Künstlern, Musikerinnen und Musikern zusammen. Sie schreibt Gedichte und Prosa für Erwachsene und Kinder, ihre Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt und mit internationalen Preisen geehrt. Ihr jüngstes Gedichtebuch für Kinder heißt „Es flattert und singt“ und erschien 2019. Auf die Frage, warum sie für Kinder dichtet, sagt sie: „Es ist beglückend, weil die Poesie die ganz alltäglichen Dinge neu schauen lässt. Und das nur mit einem weißen Blatt Papier, einem Stift und Buchstaben, die sich zusammenfinden, gereimt und ungereimt, leicht und spielerisch, hintergründig und tief.

Editha Fetz stammt aus einer Musikerfamilie und wurde bereits während ihres Studiums in Winterthur und Wien Mitglied bei den Österreichischen Bachsolisten und dem Concentus Musicus Wien unter der ehemaligen Leitung von Nikolaus Harnoncourt. Mit beiden Ensembles jahrzehntelange Mitwirkungen bei internationalen Konzerttourneen wie z.B.  Wiener Festwochen, Luzerner Festwochen, Salzburger Festspiele, Schubertiade Hohenems, Styriate Graz, Bregenzer Meisterkonzerte u.v.a. Jahrelange Mitwirkungen im Orchester der Züricher Oper und eine rege kammermusikalische und solistische Tätigkeit ergänzen diesen Wirkungsbereich. Seit 2021 ist sie Konzertmeisterin bei der Kammerphilharmonie Bodensee Oberschwaben. 

Michaela Vieser © privat

"Wetter: Zwischen Hundstagen und Raunächten"

Michaela Vieser wird am Mittwoch, 10. November,  um 19 Uhr in der Stadtbücherei Sonthofen aus ihrem neuen Werk „Wetter: Zwischen Hundstagen und Raunächten“ lesen und dabei Einblicke in die literarische Gattung des Nature Writings geben. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung in der Stadtbücherei Sonthofen wird gebeten: Marktstr. 1, Tel. 08321/609505-10, stadtbuecherei@sonthofen.de

Selbst nach Tausenden von Jahren Menschheitsgeschichte bleibt das Wetter ein Mysterium. Im Anthropozän, dem vom Menschen bestimmten Zeitalter angekommen, haben wir gelernt, die Elemente auseinanderzunehmen und neu zusammenzufügen, es ist uns gelungen, unsere Atmosphäre zu verlassen und ins Weltall zu fliegen, wir haben Thermometer, Anemometer, Barometer, Hygrometer, Ombrometer, Pyranometer, Ceilometer erfunden, um Temperatur, Luftdruck, Feuchtigkeit, Windstärke und andere relevante Daten zu messen und auszuwerten, haben Materialien entwickelt, dank derer uns das Wetter nichts anhaben kann. Aber das Wetter selbst lässt sich noch immer kaum manipulieren: Es windet, regnet, schneit, bläst vor sich hin, braut sich zusammen, entlädt sich oder ist manchmal einfach nur heiter bis wolkig. Der Klimawandel rückt das Wetter mit einer neuen Dringlichkeit in unser Bewusstsein. Jede Veränderung kann schwerwiegende Folgen für alle Lebewesen unseres Planeten haben.

„Alle reden übers Wetter, nur nicht besonders klug.  Außer Michaela Vieser", schreibt Mathias Kehle in den Badischen Nachrichten. Die preisgekrönte Nature-Writing-Schriftstellerin Michaela Vieser hat eine Art Kulturgeschichte zum Wetter geschrieben. In 30 Kapiteln erzählt sie in "Wetter – zwischen Hundstagen und Raunächten" (Duden 2020) vom fahlen Licht des Winters, vom Klang des Eises, von der melancholischen Stimmung der Hundstage und zitiert dabei immer wieder Sebald, Goethe, Vonnegut, sodass das Wetter zu einem sinnlichen Erleben, einer Leiblichkeit heranreift.

 

"Der fröhliche König"

Am Freitag, den 19.11., dem bundesweiten Vorlesetag, ist die Märchenerzählerin Annika Hofmann um 16 Uhr zu Gast in der Stadtbücherei Sonthofen und bringt das Märchen „Der fröhliche König“ mit. Sonthofer Märchenfreunde kennen sie bereits aus dem digitalen Adventskalender der Stadt Sonthofen, in dem im vergangenen Dezember jeden Tag ein neues Märchen vorgestellt wurde. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung in der Stadtbücherei Sonthofen wird gebeten: Marktstr. 1, Tel. 08321/609505-10, stadtbuecherei@sonthofen.de

Der König ist bei allen für seine Fröhlichkeit bekannt. Aber als eine Sippe Riesen in seinem Schloss einmarschiert, ist es mit seiner guten Laune vorbei. Wie wird es ihm gelingen, die Riesen aus seinem Schloss zu verjagen? Ein Märchen, das Mut macht.

Annika Hofmann erzählt geheimnisvoll und lustig und – wie immer – lebendig und frei!

Dazu spielt sie Flöte, Trommel und Akkordeon. Ein herzerfrischender Märchennachmittag für kleine und große Leute.

"Mount Everest 8848 m – Ewiger (Alb-)Traum?"

Was ist wirklich los am Everest? Woher hat der Berg nur diesen Nimbus? Steigt man auf dem Weg zum Gipfel über Leichen? Leben die Bergsteiger am Everest auf selbsterschaffenen Müllhalden? Gibt es keine Bergkameradschaft mehr, wenn es um den Gipfelerfolg geht? Muss man stundenlang anstehen, um auf den höchsten Punkt zu gelangen? Was ist der Sinn des Ganzen?

Diesen und anderen Fragen widmet sich das Füssener Bergsteigerehepaar Alix von Melle (47) und Luis Stitzinger (50) in seinem neuesten Vortrag. Nachdem sie 2015 gemeinsam zu einem Versuch über die tibetische Nordseite des Berges aufgebrochen waren, wurden sie vom stärksten neuzeitlichen Erdbeben der Himalaya-Region jäh angehalten und mussten aufgeben. 2019, vier Jahre später, kehrte Stitzinger als Bergführer einer internationalen Expeditionsgruppe zurück und erreichte mit seinen Teilnehmern erfolgreich den Gipfel.

Ihre Erfahrungen bringen sie in eine 90-minütigen Multimediashow mit bildgewaltigen Eindrücken, fesselnden Videos und bewegenden Live-Dialogen ein und versuchen dabei ein möglichst objektives Bild von den Zuständen am höchsten Berg der Welt zu zeichnen.

Termin: Samstag, 11.12.2021, 20 Uhr, 18 Euro bzw. 15 Euro, Haus Oberallgäu Richard-Wagner-Str. 14

Anmeldung und Kartenverkauf: Tourist-Info Sonthofen, Rathausplatz 1, Tel.: 08321/615-291

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