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Willkommen bei der Stadtverwaltung Sonthofen

Einzelne Projekte auf dem Weg zur Radstadt

Einrichtung einer Fahrradstraße in der Schillerstraße, in der Reite und Nordstraße

Um den Radverkehr zu fördern, ist die Einrichtung von sicheren, schnellen und komfortablen Radwegen in Sonthofen notwendig. Die Verbindung Schillerstraße-Nordstraße ist eine zentrale Radverbindung in die Sonthofer Innenstadt und Bestandteil der touristischen Radrouten "Radrunde Allgäu", "Bodensee-Königssee-Radweg" und "Dörferrunde Sonthofen". Zur Stärkung der touristischen Positionierung als Radstadt, zur Stärkung des Einzelhandels in Altstadt und Fußgängerzone sowie zur Aufwertungder Schillerstraße für ihre Anwohner möchte die Stadt Sonthofen dort eine Fahrradstraße einrichten.

Alle Anwohner und Interessierten sind herzlich eingeladen, sich am

28. März 2019, um 18.30 Uhr,
im Haus Oberallgäu Sonthofen (Richard-Wagner-Str. 14)

an der Gestaltung der Fahrradstraße in der Schillerstraße zu beteiligen.

Die Entwurfsplanung der Fahrradstraße können Sie hier mit folgenden Plänen herunterladen:

Stellungnahmen können bis 16. April 2019 bei der Stadt Sonthofen im Rathaus, 2. OG, Zimmer 44 oder C2 vorgebracht werden. Alle eingehenden Stellungnahmen werden berücksichtigt und für die Ausführungsplanung geprüft. Die Entwurfsplanung wird nach der Diskussion im Haus Oberallgäu und Prüfung der Stellungnahmen in eine Ausführungsplanung überführt. Die Ausführungsplanung wird dem Stadtrat in einer öffentlichen Beratung vorgestellt. Die Ausführungsplanung ist abschließende Grundlage für die Ausschreibung von Bauleistungen.

Was ist eine Fahrradstraße?

Fahrradstraßen werden in der Straßenverkehrsordnung folgendermaßen geregelt:

  1. Anderer Fahrzeugverkehr als Radverkehr darf Fahrradstraßen nicht benutzen, es sei denn, dies ist durch Zusatzzeichen erlaubt (in der Fahrradstraße soll „Anlieger frei“ gelten).
  2. Für den Fahrverkehr gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Der Radverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, muss der Kraftfahrzeugverkehr die Geschwindigkeit weiter verringern.
  3. Das Nebeneinanderfahren mit Fahrrädern ist erlaubt.
Zeichen 244.1 "Beginn einer Fahrradstraße"

Wie wird eine Fahrradstraße baulich gestaltet?

Die Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen regelt die Einrichtung von Fahrradstraßen. Der Radverkehr hat entlang der Schillerstraße Vorrang und ist gegenüber kreuzenden Straßen vorfahrtsberechtigt. Der Vorrang des Radverkehrs muss entsprechend sicher gestaltet werden.

Dafür sind bauliche Maßnahmen an den Kreuzungspunkten der Schillerstraße zur Martin-Luther-Straße, Jahnstraße und Goethestraße vorgesehen. Die Kreuzungspunkte sollen teilweise gepflastert, die Fahrgasse rot markiert und durch Grüninseln eingefasst werden, um dem kreuzenden Kfz-Verkehr den Vorrang der Schillerstraße zu verdeutlichen und Geschwindigkeiten zu reduzieren (siehe nebenstehende Planungsskizze „Kreuzung“).

Quelle: i.n.s. – Institut für innovative Städte

Ebenso soll eine Fahrgasse mit einer Breite von 4,50m ausgebildet werden, um sicheren Begegnungsverkehr, sicheren Abstand des Radverkehrs zu den parkenden Kfz und das Einhalten der Höchstgeschwindigkeit zu gewährleisten. Die Fahrgasse wird durch die einseitige Markierung von Parkständen und einen Breitstrich ausgebildet (siehe nebenstehende Planungsskizze „Fahrgasse“).

Planungsskizze Fahrgasse Quelle: i.n.s. – Institut für innovative Städte

Was ändert sich für mich als Radfahrer?

Die Fahrradstraße ist (gegenüber der Grüntenstraße) eine sichere, schnellere und komfortablere Verbindung des Sonthofer Nordens in die Innenstadt.

  • Schneller – Keine Ampeln, keine Wartezeiten, Vorfahrt ab der Nordstraße bis zur Traubekreuzung.
  • Sicherer – Vorfahrt an Kreuzungspunkten wird baulich gesichert, Fahrgasse wird auf 4,50m eingegrenzt und Kfz-Parken einseitig geregelt, um Kfz-Höchstgeschwindigkeit von 30km/h zu gewährleisten, unsichere Überholmanöver zu reduzieren und den Sicherheitsabstand zu parkenden Kfz zu gewährleisten.
  • Komfortabler – Die komplette Fahrbahn ist der Radweg. Nebeneinanderfahren ist erlaubt.

Was ändert sich für mich als Autofahrer?

Die Fahrradstraße soll für „Anlieger frei“ sein. Das heißt alle Fahrzeugführer, die Anlieger sind oder mit diesen in Kontakt treten wollen, sind berechtigt. Anlieger können Dienstleister, Lieferanten, Besucher, Kunden oder Menschen sein, die hier ihre Arbeitsstelle haben. Für alle Fahrzeugführer, die die Straße lediglich durchfahren oder ohne Anliegergrund dort parken wollen, ist die Benutzung verboten.

Die Fahrgasse wird schmäler. Begegnungsverkehr bleibt weiterhin konfliktfrei. Parkstände werden einseitig ausgewiesen und ist nur auf solchen erlaubt. Es werden ausreichend Parkstände für die Anlieger geschaffen.

Radverkehr hat auf der Fahrradstraße Vorrang. Ggf. muss der Kfz-Verkehr seine Geschwindigkeit reduzieren und Überholvorgänge unterlassen, wenn es den Radverkehr beeinträchtigt oder behindert. Dies ist beispielsweise denkbar, wenn ältere oder ganz junge Menschen mit geringeren Geschwindigkeiten auf der Fahrradstraße unterwegs sind. Der Radverkehr muss allerdings genauso Überholvorgänge zulassen, wenn diese möglich sind.

Was ändert sich für mich als Fußgänger?

Für Fußgänger ändert sich durch die Einrichtung einer Fahrradstraße wenig. Die Querung der Kreuzungsbereiche wird durch geringere Geschwindigkeiten auch für Fußgänger sicherer.

Förderung

Die Einrichtung der Fahrradstraße wird im Rahmen des Sofortprogramms „Saubere Luft“ der Bundesregierung und der Kommunalrichtlinie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.