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Willkommen bei der Stadtverwaltung Sonthofen

Generalsanierung des Gymnasiums Sonthofen

Als Pilotprojekt wurde das Sonthofer Gymnasium im Passivhaus-Standard generalsaniert. Hoher Energiebedarf, veraltete Haustechnik, schlechte Raumluft, alte Fenster und Betonschäden machten Verbesserungen dringend notwendig. Der Stadtrat hat sich schließlich entschlossen, ein umfassendes Konzept zu verfolgen und eine dementsprechend ganzheitliche Sanierungsplanung in Auftrag zu geben.

Gymnasium Sonthofen nach der Sanierung

Projektdaten

Ausgangssituation

Kenndaten des Gebäudes

Zielsetzung des Modellprojekts

Energetische Maßnahmen

Logo BMULogo KlimaschutzinitiativeLogo PTJ

Logos

Projektdaten

Titel des Vorhabens:

"Klimaschutzinitiative: Generalsanierung des Gymnasiums Sonthofen in Passivhausbauweise mit der Einsparung von über 80 % CO2 im Vergleich zum Bestand (Ziel: Ganzheitliche Faktor-10-Generalsanierung)"

Laufzeit des Vorhabens:

01.08.2009 - 31.12.2012

Beteiligte Partner:

- Stadt Sonthofen

- Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) Förderkennzeichen: 03KSM004

- Projektträger Jülich - Forschungszentrum Jülich GmbH

- Freistaat Bayern / Regierung von Schwaben

- Landkreis Oberallgäu

- Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) Förderkennzeichen: 25812 und 25812/02

- Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

- Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Ausgangssituation

Die Stadt Sonthofen hat ca. 21.000 Einwohner und unterhält 2 Grundschulen, 1 Hauptschule, 1 staatliche Realschule, 1 Gymnasium sowie 1 Fachoberschule.

Das Gymnasium wurde im Stil der 70er Jahre 1972 – 1974 in Stahlbeton-Fertigteilbauweise mit Sandwich-Elementen nach dem so genannten „Kasseler Modell“ erbaut. Es demonstriert in Reinform den Kasseler Schultyp: Konstruktionsraster, Ausbauraster, mobile Trennwände usw. Entsprechend der Bauzeit vereint es in sich aber auch typische Schadstoffbelastungen sowie viele schadensträchtige Baukonstruktionen. Seit Bestehen der Schule gibt es intensive Klagen über das Raumklima. Hier sind vor allem Luftbelastungen durch hohe Konzentrationen von künstlichen Mineralwollfasern (KMF) und zu trockene Luft anzuführen.

Die bisherigen Untersuchungsergebnisse zu Problemen klimatischer, baulicher und energetischer Art, verbunden mit Einschränkungen des Schulbetriebs, sind symptomatisch für diese Gebäudegeneration. Die Bauweise bis hin zur Detailausbildung entsprach einem nüchternen Zeitgeist und weniger einer langfristigen, nachhaltigen Gebäudenutzung. Verschärft werden die erheblichen bauphysikalischen und baukonstruktiven Mängel durch einen die Nutzerakzeptanz unterminierenden Sanierungsstau. Der aufgrund des allgemeinen Sanierungsstaus und der hohen Energieverbräuche enge Unterhaltshaushalt verhinderte zukunftsweisende Investitionen.

Durch Sonderfinanzierungsmittel sollte die Stadt Sonthofen in die Lage versetzt werden, die erforderlichen Investitionen zu tätigen und auf diese Weise dauerhaft Unterhaltskosten (Energie und Bausubstanz) zu senken und den Schulstandort zu sichern.

Nachdem in den letzten Jahren immer wieder Einzelbetrachtungen vorhandener Probleme mit entsprechenden Gutachten ohne Formulierung eines ganzheitlichen Ansatzes für eine Sanierung des Gebäudes unternommen wurden, entschied sich die Stadt Sonthofen 2007, einen ganzheitlichen und nachhaltigen Lösungsansatz entwickeln zu lassen. Mit Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt („Grundlagenprojekt im Rahmen der nachhaltigen Bewirtschaftung des bestehenden Gymnasiums der Stadt Sonthofen“) wurden entsprechende Voruntersuchungen und erste Sanierungsansätze erarbeitet. Auf dieser Grundlage entschied sich die Stadt Sonthofen im Sommer 2008 zu einer Generalsanierung des Gymnasiums in Passivhaus- bzw. Niedrigstenergiebauweise. Ein entsprechender schulaufsichtlicher Förderantrag wurde daraufhin erarbeitet. Parallel wurde die Generalsanierung als dena-Modellprojekt im ‚Niedrigenergiehaus im Bestand für Schulen’ aufgenommen.

Kenndaten des Gebäudes:

Lageplan Gymnasium

Gebäudeteile A+B+E:

33-klassiges Gymnasium mit zurzeit 854 Schülern, bestehend aus Klassentrakt (Gebäudeteil A, Aulatypus) , Fachklassentrakt (Gebäudeteil B, 3-geschossig) und Pavillongebäude (Gebäudeteil E), Technikzentralen auf dem Dach

Gebäudeteil C Turnhalle:

Doppelturnhalle, Spielfläche 33 x 24 m

Gebäudeteil D:

Tagesheim (Mittagsbetreuung / Jugendhaus): 2-geschossig, mit der Einführung der offenen Ganztagesbetreuung ab dem Schuljahr 2008/09 konnte ein erster Schritt in Richtung Ganztagesschule getan werden.

Die Baumaßnahme umfasst die Generalsanierung der Gebäudeteile A und B.

Kenndaten:

Nettogrundfläche (Gebäudeteile A+B) vor Sanierung: 7.975 m²
Nettogrundfläche (Gebäudeteile A+B) nach Sanierung: 8.903 m²

Bruttorauminhalt (Gebäudeteile A+B) vor Sanierung: 36.376 m³
Bruttorauminhalt (Gebäudeteile A+B) nach Sanierung: 41.271 m³

Energiekosten der Gebäudeteile A+B vor Sanierung (gemittelte Werte von 2003 bis 2008, gem. Aufteilungsschlüssel Flächen der Stadt Sonthofen):

Heizkosten/-verbrauch: 64.481 €/a, 1.219.188 kWh/a
Stromkosten/-verbrauch: 30.149 €/a, 234.938 kWh/a

Aufnahme des alten Gebäudes:

Gymnasium vor der Sanierung

Zielsetzung des Modellprojekts:

Selbstverständlich werden auch die aktuellen Standards, insbesondere Raumakustik und Brandschutz, das genehmigte schulische Raumprogramm, Barrierefreiheit, aber auch entsprechende Gestaltungsqualitäten usw. realisiert.

Wichtigste geplante energetische Maßnahmen

A. Hüllensanierung, energetische, baukonstruktive Maßnahmen:

B. Technische Gebäudeausrüstung

C. Effizienz durch Technik und CO2-Minderung

D. Evaluierung und Monitoring (durch die EA Energie Architektur GmbH)

E. Öffentlichkeitsarbeit