Unterstützung für die Menschen in der Ukraine

Der Angriff auf die Ukraine erschreckt auch viele Menschen in Sonthofen. Das Landratsamt hat Antworten zu einigen Fragen formuliert

Spenden

Finanzielle Unterstützung an die großen Hilfsorganisationen schafft eine verlässliche Versorgung mit lebensnotwendigen Hilfsgütern dort, wo sie gerade gebraucht wird – in der Ukraine und den grenznahen Regionen. Die dortigen Verantwortlichen verfügen über langfristige Erfahrung im Umgang mit Hilfslieferungen, über die notwendigen Strukturen und Kontakte.  Empfehlenswert ist hier etwa eine Spende an das Bündnis aus Hilfsorganisationen „Aktion Deutschland hilft“


Sachspenden

Aktuell bitten der Landkreis und die kooperierenden Hilfsorganisationen, von Sachspenden für Geflüchtete abzusehen. Derzeit ist noch unklar, welche Güter im Oberallgäu nach Ankunft Geflüchteter benötigt werden. Die längerfristige Lagerung von Sachspenden ist logistisch und organisatorisch nicht leistbar.

Darüber hinaus bitten die Hilfsorganisationen, von unkoordinierten Hilfslieferungen in die betroffenen Regionen abzusehen. Im schlimmsten Fall werden so die Transitkorridore überlastet, oder Menschen in Gefahr gebracht. Güter und Waren, die in der Ukraine und den grenznahen Gebieten benötigt werden, werden in aller Regel dort beschafft. Meist ist das kostengünstiger und stärkt die Wirtschaft in den betroffenen Regionen.

 


Geflüchtete aufnehmen

Mit Eintreffen der ersten Geflüchteten wird der Landkreis Oberallgäu mithilfe der beteiligten Hilfsorganisationen eine Turnhalle im Kreis für die kurzfristige Unterbringung von Ukrainerinnen und Ukrainern herrichten. 

Für die mittelfristige Unterbringung von Geflüchteten bittet der Landkreis die Bevölkerung um Hilfe. Aktuell werden Wohnräume gesucht, die für mindestens vier Wochen zur Verfügung stehen. Grundsätzlich kann dafür eine ortsübliche Miete erstattet werden, wenn die Unterbringung nicht mehr kurzfristig erfolgt. Sobald der Aufenthaltsstatus der Geflüchteten geklärt ist, haben diese auch Anspruch auf Sozialleistungen. Diese umfasst auch die Kosten für die Unterbringung.

Interessierte, die sich unter diesen Umständen vorstellen können, Geflüchtete zeitweise in den eigenen Räumlichkeiten unterzubringen, melden sich hierfür bei Angabe ihrer Kontaktdaten unter 08321-612379 oder unter wohnungsangebote-ukraine@lra-oa.bayern.de. Mitarbeitende des Landratsamtes werden sich anschließend zeitnah für die Klärung weiterer Details melden.

Sachspenden werden momentan für die Geflüchteten vor Ort nicht benötigt!

Weitere Informationen finden sich auch auf den Seiten der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt


Landkreis sucht erneut Dolmetscherinnen und Dolmetscher für geflüchtete Ukrainer

 

Das Landratsamt Oberallgäu sucht wieder ukrainisch- oder russischsprachige Übersetzerinnen und Übersetzer. Für ihren Einsatz erhalten sie ab sofort eine Vergütung.

Mittlerweile sind 459 Geflüchtete aus der Ukraine im Landkreis Oberallgäu gemeldet (Stand: 29. März 2022). Bei ihrer Betreuung vor Ort hat sich gezeigt: Viele der Ankömmlinge sprechen nur Ukrainisch oder Russisch, gleichwohl haben sie viele Fragen. Je mehr Dolmetscherinnen und Dolmetscher bei ihrer Ankunft vor Ort sind, desto harmonischer, schneller und stressfreier lässt sich daher der gesamte Prozess organisieren. Der Bedarf an Menschen, die zur Übersetzung zur Verfügung stehen, ist somit weiter groß.

Deshalb sucht das Landratsamt Oberallgäu erneut nach Freiwilligen, die den Geflüchteten in ihrer Landessprache oder auf Russisch zur Seite stehen. Neu ist, dass das Landratsamt ab sofort eine Aufwandsentschädigung von 12,50 Euro pro Stunde zahlt.

Menschen, die sich vorstellen können, die Hilfsorganisationen mit ihren Sprachkenntnissen zu unterstützen, werden gebeten, sich unter dolmetscherpool@lra-oa.bayern.de anzumelden.


Geflüchteten helfen

Bei ihrer Ankunft werden Geflüchtete viele Fragen haben, die ihren weiteren Verbleib in Deutschland und die Möglichkeiten finanzieller Unterstützung betreffen. Hier können Bürgerinnen und Bürger unterstützen, indem sie an die hierfür eingerichteten Hotlines des Landratsamtes vermitteln und bei der Kommunikation mit der Behörde helfen.

Für Fragen, die den Aufenthalt Geflüchteter betreffen, ist eine Hotline des Landratsamtes unter 08321-612585 oder unter aufenthalt-ukraine@lra-oa.bayern.de erreichbar. Grundsätzlich gilt derzeit: Geflüchtete aus der Ukraine können auch ohne Visum nach Deutschland einreisen und sich für 90 Tage hier aufhalten. Bei Ablauf der Frist wird der Aufenthalt unbürokratisch verlängert.

Bei Fragen zu sozialen Leistungen können sich Betroffene darüber hinaus an die Hotline unter 08321-612575 oder per Mail an leistungen-ukraine@lra-oa.bayern.de wenden.


Weitere Infos auch auf der Seite des >> Landratsamtes

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