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Willkommen bei der Stadtverwaltung Sonthofen

Spielplan des städtischen Theaters

In der Spielzeit 2018/2019 können Sie zwischen mehreren Abos wählen. Selbstverständlich erhalten Sie für alle Vorstellungen auch Karten im Freiverkauf (Abendkasse jeweils ab 19.00 Uhr bei den Abendveranstaltungen).

Vorstellungen in Sonthofen

Love Letters

Freitag, 12. Oktober 2018
20.00 Uhr – Haus Oberallgäu

Kammerspiel von A. R. Gurney
mit Lou Hoffner und Hansi Kraus, Agentur Steinle

Das Stück beginnt im April 1937 mit der Geburtstagseinladung von Melissa Gardner für Andrew Makepeace, dem Dritten, ihrem Mitschüler in der zweiten Klasse.
Es entwickelt sich eine dramatische Liebes - Beziehungsgeschichte. Ein Mit-, Aus- und wieder Zueinander. Sie teilen ihr Leben, fast nur schriftlich, in Form von Briefen und kurzen Mitteilungen. Und jeder versucht auf eigenen Beinen zu stehen.
Während er mit 55 Jahren ein gefeierter, erfolgreicher Anwalt und Poltiker ist, schlägt sie sich als Künstlerin eher schlecht als recht durchs Leben.
Er hat sich eine Familie mit Hund geschaffen, sie hat den Alkohol zu ihrem ständigen Begleiter gemacht. Er eher zurückhaltend und kontrolliert, sie immer exzessiv bis zum Ende?? ...

Love Letters, das 1988 uraufgeführte Stück des amerikanischen Dramatikers Albert Ramsdell Gurney, ist ein Kammerspiel der großen Gefühle und kleinen Gesten. Es gilt unter Kritikern als eines der besten amerikanischen Stücke der Achtzigerjahre. Mit Scharfblick schaut Gurney hinter die Fassade von Wohlhabenheit und gesellschaftlichem Image.

Ein Stück über die Liebe, die Liebe zu Briefen, zum Schreiben und Lesen. Ein leiser, intimer, berührender Abend.

Hamlet

Dienstag, 22. Januar 2019
20.00 Uhr – Haus Oberallgäu

Tragödie von William Shakespeare
mit dem Landestheater Schwaben, Memmingen

Shakespeares HAMLET (1602) ist das meistgespielte Stück der Weltliteratur und auch über 400 Jahre nach seiner Entstehung ein brisantes Generationendrama.

Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters, des Königs von Dänemark, ist Hamlets Welt aus den Fugen: Die Umstände des Todes sind ungeklärt, die Königin ist schon wiederverheiratet – mit dem Schwager Claudius, dem neuen, äußerst diplomatischen Herrscher. Prinz Hamlet, vom Studium heimgekehrt zur Trauerfeier des Vaters, gerät in den Strudel des politischen Umbruchs und in einen tiefen inneren Konflikt: Politik und Persönliches, alte und neue Welt lassen sich nicht in Einklang bringen. Der Geist von Hamlets Vater spricht von Mord und fordert Rache. Überall scheinen Gefahr und Intrige zu lauern, im Hofstaat, bei seinen Freunden, sogar bei der geliebten Ophelia. Hamlet, überfordert und verzweifelt, stellt sich wahnsinnig... Oder wird er tatsächlich verrückt unter dem Druck, erwachsen zu werden, handeln zu müssen, ohne zu wissen wie? Was ist wahr und was ist Täuschung, welche Weltsicht ist die richtige? Was macht uns zum politischen Menschen? Hamlet zaudert lange und läuft dann Amok – mit dramatischen Folgen.

Prinz Hamlet, Shakespeares wohl berühmteste und schillerndste Figur, ist ein Suchender und Fanatiker, ein existentiell Getriebener und Liebessehnsüchtiger zugleich. Ein sensibler junger Mensch, der an der Realität zu zerbrechen droht.

Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone

Dienstag, 19. Februar 2019
20.00 Uhr – Haus Oberallgäu
(auch als Schulvorstellung vormittags)

Tragödie nach dem Roman von Mark Haddon
mit dem Ensemble des Landestheaters Schwaben, Memmingen

SUPERGUTE TAGE beginnt mit einem Mord. Der Nachbarshund Wellington liegt mit einer Mistgabel im Bauch auf dem Rasen. Um sieben Minuten nach zwölf findet ihn der fünfzehnjährige Christopher und wird schnell verdächtigt. Das ist der Beginn einer Kriminalgeschichte und Christopher ist ihr Erzähler und Detektiv. Er weiß beinahe alles über Mathematik, aber nur sehr wenig über Menschen, denn der Umgang mit ihnen versetzt ihn schnell in Panik. Er liebt Primzahlen und die Wahrheit. Er liebt die Farbe Rot und er hasst Gelb und Braun. Noch viel mehr hasst er es, angefasst zu werden und geht nie weiter als bis ans Ende der Straße. Die Ermittlungen der Polizei scheinen schnell abgeschlossen zu sein und Christopher beschließt, den Täter selbst zu finden. Er bricht aus seiner kleinen Welt aus und wagt sich über ihre Grenzen hinaus. Eine spannende Reise beginnt, die  Christopher nicht nur zum Täter führt, sondern auch sein bisheriges Leben komplett auf den Kopf stellt.

Dieses kongenial für die Bühne adaptierte Stück ist aktuelle englische Dramatik vom Feinsten: eine brillant gezeichnete Hauptfigur, Tiefe und Spannung. Der Abend führt die Zuschauer feinsinnig in die ungewöhnliche Welt des fünfzehnjährigen Autisten Christopher Boone ein. Ein spannender, witzig-anrührender Abend über das Erwachsenwerden und die verloren geglaubten Hoffnungen zersplitterter Familien.

Der gestiefelte Kater

Donnerstag, 14. März 2019
vormittags – Haus Oberallgäu
für Kinder ab 5 Jahren

von Thomas Freyer nach der Vorlage der Gebrüder Grimm
mit dem Ensemble des Landestheaters Schwaben, Memmingen

Hans hat Pech: Nach dem Tod des Vaters hat sein ältester Bruder den Hof geerbt, der zweitälteste die Mühle und er nur „die Mietz“. Seine Brüder denken gar nicht daran, die beiden durchzufüttern. Hans fliegt raus. Was soll er nur tun, so ohne Geld und ohne Zuhause?

Aber Hans hat große Träume und in dem vom Vater vererbten Kater steckt mehr, als zunächst gedacht: Der Kater ist äußerst gewitzt und zudem höchst sprachbegabt! Und hat bereits einen Plan ausgeklügelt, wie er Hans Geld beschaffen kann – nur ein Paar schicke Stiefel braucht er zu dessen Umsetzung. Frisch bestiefelt macht er sich auf den Weg zur Prinzessin, die sich langweilt, weil sie nur Prinzessin sein darf und zum König, der nichts begreift und nur befiehlt. Und da ist dann auch noch der Diener, der vor lauter Arbeit niemals Zeit zum Träumen hat. Der sprechende Kater in Stiefeln bringt nicht nur die Träumer zusammen, er verhilft ihnen nach und nach zu Gold und einem Schloss. Und als wäre das nicht genug, rettet er auch noch den König vor dem drohenden Bankrott und sorgt dafür, dass Hans und die Prinzessin zueinander finden.

Haydi! Heimat!

Freitag, 15. März 2019
vormittags – Haus Oberallgäu
für Kinder ab 8 Jahren

Junges Volkstheaterstück
mit dem Ensemble des Landestheaters Schwaben, Memmingen

Die Autorin Katja Hensel erzählt in ihrem neuen Kinderstück von der kindlichen Suche nach einem seelischen Zuhause in einer Zeit, die von Diskontinuität und permanentem Wechsel geprägt ist. Wo findet sich Heimat jenseits eines fixen Ortes, einer unveränderlichen Familienkonstellation, einer Sprache oder Kultur?

HAYDI HEIMAT! ist ein Stückauftrag eigens für das Landestheater Schwaben.

Kemal ist überfordert von der Aufgabe, etwas in die Schule mitzubringen, das für ihn Heimat bedeutet. Als er seine Familie befragt, gibt jeder eine andere Antwort und bald erschlägt ihn das Thema Heimat so, dass er erkrankt. Plötzlich steht Ella an seinem Bett, die seit Kurzem in seine Klasse geht und im gleichen Hochhausblock wohnt. Zusammen schauen sie sich das Kinderbuch „Haydi“ an, das Kemals Oma ihm zum Thema Heimat vorgeschlagen hat. Zwar ist es auf Türkisch, aber Ella denkt sich entlang der Illustrationen ihre eigene Geschichte dazu aus. Das alte Kinderbuch und die neue Freundschaft müssen noch einige unerwartete Erlebnisse überstehen, bis die Kinder am Ende gemeinsam in Kemals Schule ihre Version von Heimat vorstellen: Zerrissen, in anderer Reihenfolge, übermalt, neu zusammengeklebt und ziemlich mitgenommen. Aber selbstgemacht und gut!

HAYDI HEIMAT! erzählt anhand des Umgangs mit einem Heimatroman, der über Kulturkreise und Zeiten hinweg Kinder begleitet und prägt, wie Kinder Heimat kulturell, emotional und kreativ erleben. Das Stück übersetzt disparate Heimaterfahrung in kraftvolles, junges Volkstheater, das Zugehörigkeit auf Taten und nicht auf Abstammung begründet.

Die Stuückentwicklung HAYDI HEIMAT! ist Teil von NAH DRAN!, ein Projekt des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der BRD und des Deutschen Literaturfonds.

Barfuß im Park

Dienstag, 14. Mai 2019
20 Uhr – Haus Oberallgäu

Komödie von Neil Simon
mit dem Ensemble des Theaters Schloss Marbach

Der solide Anwalt Paul Bretter und die lebenslustige, impulsive Corie haben geheiratet. Nach den Flitterwochen beginnt das normale Eheleben: Das frischgebackene Ehepaar zieht in seine erste gemeinsame Wohnung. Und die hat es in sich: fünf Stockwerke ohne Aufzug, fehlende Möbel, eine kaputte Heizung und ein zerbrochenes Fenster.

Wie soll sich Paul in diesem Umzugs-Chaos auf seinen ersten Fall vor Gericht vorbereiten? Und zu allem Ärger platzt auch noch Cories Mutter Ethel in das junge Eheglück hinein, von Neugierde und Sorge getrieben, weil sie erfahren hat, dass dort im Haus ein merkwürdiger Nachbar wohnen soll, dessen Spitzname »Der Blaubart der 48. Straße« ist. Corie und Paul reagieren mit ihren verschiedenen Charakteren ganz unterschiedlich auf die chaotischen Verhältnisse und ihre gerade begonnene Ehe wird auf eine harte Probe gestellt…


Vorstellungen in Immenstadt (Hofgarten)

Lehmann Brothers – Aufstieg und Fall einer Dynastie

Donnerstag, 27. September 2018
20 Uhr – Hofgarten Immenstadt

Schauspiel von Stefano Massini
mit dem Ensemble des a.gon Theaters München

2008 meldet die amerikanische Investmentbank Lehman Brothers Insolvenz an. Der größte Unternehmenscrash in der US-Geschichte erschüttert weltweit die Finanzmärkte. Der Name Lehman wird zum Symbol eines ungezügelten, dem Untergang geweihten Kapitalismus. Vorausgegangen ist eine 150-jährige Firmengeschichte, die mit der Emigration dreier Brüder aus einem Dorf bei Würzburg beginnt. Das Stück erzählt vom atemberaubenden Aufstieg der Lehman-Brüder zur Dynastie. Von den Anfängen im Tuchwarenhandel, von der Gründung der eigenen Bank, vom Weg an die Spitze der New Yorker Finanzwelt. 150 Jahre Lehman Brothers, das heißt auch 150 Jahre Kapitalismus made in USA: die Erfindung der Jeans, das Entstehen der New Yorker Börse, die Investitionen in den Krieg, der Bau des Panamakanals, die Erfolge der Unterhaltungsindustrie. Hier wird erlebbar, wie in einem Spiel mit einfachen Regeln das Gewinnstreben Einzelner den Einsatz für alle erhöht. Wie immer waghalsigere Geschäfte nicht nur das eigene Schicksal gefährden, sondern ein ganzes System ins Wanken bringen. Ein spannender Abend, der die subjektive Sicht der Handelnden miterlebbar macht.

Grandiose Premieren in Dresden, Köln, Linz, Luzern, Hannover und München!

Das Stück wurde am 30. November 2015 im Piccolo Teatro Grassi in Mailand in der Kategorie „Bestes neues italienisches Stück“, als „Beste Produktion des Jahres“ ausgezeichnet.

Enorm, tollkühn, nie dagewesen! Wie ein moderner Brecht.

Vater

Dienstag, 23. Oktober 2018
20 Uhr – Hofgarten Immenstadt

Tragikomödie von Florian Zeller
mit dem Ensemble des Euro-Studio Landgraf, Titisee

Der 80-jährige André merkt, dass sich etwas verändert. Noch lebt er allein in seiner Pariser Wohnung und versucht, vor Anne, seiner älteren Tochter, den Eindruck aufrechtzuerhalten, alles sei in Ordnung. Wobei ganz offensichtlich ist, dass er allein nicht mehr zurechtkommen kann. Also organisiert sie für ihn Pflegehilfen, mit denen er sich aber ständig zerstreitet. Ein alter Mann, für den sich der Alltag mehr und mehr in ein verwirrendes Labyrinth verwandelt, auf der Spurensuche nach sich selbst. Weil seine Wahrnehmung sich immer mehr verschiebt, gerät er in eine Welt, in der seine Biografie nicht mehr gilt, weil die Welt, in der sie entstanden ist, am Verlöschen ist …

2. INTHEGA-Preis DIE NEUBERIN 2017
Ausgezeichnet mit dem Prix Molière 2014 als BESTES STÜCK

Die Abenteuer von Pettersson und Findus

Montag, 26. November 2018
10 Uhr – Hofgarten Immenstadt

Kinderaufführung nach der gleichnamigen Kinderbuchreihe von Sven Nordqvist
mit dem Ensemble der Burghofbühne Dinslaken

Ein bisschen verrückt finden die Dorfbewohner den alten Pettersson schon, der auf seinem Hof lebt und mit seinen Tieren spricht, allen voran mit seinem Kater Findus. Sie ahnen aber auch nicht, dass es sich bei Findus um keinen gewöhnlichen Kater handelt, sondern um einen frechen Abenteurer und naseweisen Streichespieler. Am liebsten hat es Findus, wenn sich alles um ihn dreht. Deshalb hat er auch mindestens dreimal im Jahr Geburtstag. Heute zum Beispiel. Nur will ihm der Hahn Caruso mit seinem Gekrähe offenbar die Show stehlen. Um ihn loszuwerden, wird Findus erfinderisch... Nur gut, dass sich Findus immer auf den liebevollen Pettersson verlassen kann. „Die Abenteuer von Pettersson und Findus“ verbindet die schönsten Geschichten der bekannten und ungleichen Freunde miteinander und erzählt von ihrem witzigen, manchmal gefährlichen aber immer aufregenden Leben auf Petterssons Hof, auf dem sich am Ende des Tages alle einig sind: „Wir finden‘s schön hier zusammen zu sein. Einer für alle und niemals allein!“

Empfohlen ab 4 Jahren

Die Reifeprüfung

Dienstag, 27. November 2018
20 Uhr – Hofgarten Immenstadt

Schauspiel nach dem Roman von Charles Webb (Bühnenfassung von Terry Johnson)
mit dem Ensemble der Burghofbühne Dinslaken

Benjamin hat einen exzellenten College-Abschluss in der Tasche und ihm stehen alle Türen offen! Bei der Abschlussfeier, die seine Eltern ihm zu Ehren veranstal ten, macht Mrs. Robinson, eine Freundin der Eltern, ihm ein unmissverständliches Angebot. Benjamin ist zunächst verunsichert und weist die Avancen zurück. In Sachen Sex noch ziemlich unerfahren, lässt er sich aus Neugierde und Lange weile doch auf die Affäre ein. Durch ein arrangiertes Date mit Elaine, der Tochter von Mrs. Robinson, wird Ben aus seiner Lethargie gerissen. Er findet Gefallen an ihr, doch Mrs. Robinson, frustriert und abgeklärt, versucht mit aller Macht die Beziehung der beiden zu verhindern.

„Die Reifeprüfung“, bekannt durch den gleichnamigen Kultfilm, hat das Lebensgefühl einer Generation verewigt. Abgestoßen von Oberflächlichkeit, Kapitalismus und einem spießigen Wertesystem macht sie sich auf die Suche nach Sinn und Erfüllung. Die Bühnenfassung bringt den Konflikt um die divergierenden Sehnsüchte der Protagonisten zugespitzt auf den Punkt.

Nathan der Weise

Freitag, 14. Dezember 2018
20 Uhr – Hofgarten Immenstadt

Schauspiel von Gotthold Ephraim Lessing
mit dem Ensemble des a.gon Theaters München
Peter Kremer, Alexander Mattheis, Laura Antonella Rauch u. a.

Das Stück der Stunde, wenn man die nach wie vor ungelösten religiösen Konflikte unserer Zeit sieht. Mit großer Weitsicht beschreibt Lessing nicht nur den sinnlosen Alleinvertretungsanspruch der drei monotheistischen Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam, er bietet auch eine kluge, immer gültige Lösung an. Die Handlung spielt nicht zufällig im Jerusalem der Zeit des dritten Kreuzzuges. An jenem heiligen Ort also, den schon damals jede der Religionen für sich reklamierte.

Sultan Saladin wendet sich wegen eines Darlehens an den wohlhabenden und edelmütigen jüdischen Kaufmann Nathan. Im Gespräch stellt er Nathan die Frage, welche der drei Religionen dieser für die Wahre halte. Nathan antwortet mit einem Märchen, der berühmten Ringparabel. Darin geht es um eine alte Tradition in einer Familie, nach der der Vater einen kostbaren, mit besonderer Kraft ausgestatteten Ring jeweils seinem liebsten Sohn zu vererben hat. Nun tritt der Fall ein, dass ein Vater seine drei Söhne alle gleich liebt. Er lässt zwei perfekte Kopien des Ringes anfertigen, und so erbt jeder Sohn einen Ring. Die Söhne streiten sich, wer nun den echten Ring habe. Ein Richter trägt jedem von ihnen auf, so zu leben und zu handeln, als wäre sein Ring der echte und erst nach langer Zeit wiederzukommen…

Dies ist der bis heute gültige Kern von Lessings Botschaft: Eine Religion muss ihre Werte hier und heute leben. Nur im humanen Handeln, in der gelebten sozialen Praxis erweist sich ihr Bestand. Im Stück ist Saladin so beeindruckt, dass er, der muslimische Herrscher, dem Juden Nathan die Freundschaft anbietet.

Der Greis ist heiß

Dienstag, 15. Januar 2019
20 Uhr – Hofgarten Immenstadt

Komödie des BR-Komödienstadls von Cornelia Willinger
Produktion im Auftrag des Bayerischen Rundfunks durch ip media, ww production in Kooperation mit a.gon Theater München
mit Heide Ackermann, Winfried Hübner, Maria Peschek u. a.

Dem katholischen Altersheim „Abendrot“ droht der Besuch des gestrengen und gewinnorientierten Bischofs. Schwester Andrea (Bettina Redlich) ist in heller Aufregung. Sie will das Heim von seiner besten Seite präsentieren und seiner Exzellenz einen würdigen Empfang bereiten.

Schon alleine deswegen versucht sie, ihre Schützlinge – einen bunten, höchst eigensinnigen Haufen – auf Linie zu bringen. Doch der einsame Almbauer Wastl (Winfried „Waggi“ Hübner) wünscht sich nichts mehr als zu sterben, die ehemalige Schlangentänzerin Silvia (Maria Peschek) bringt gekonnt die Herzen der Männerwelt in Wallung und die begüterte Elisabeth (Heide Ackermann) zofft sich impulsiv und dynamisch mit ihrem Ehemann Heinrich (Michael Schwarzmaier), weil dieser lieber sein neues Leben in Freiheit genießen will als zu ihr ins Heim zu ziehen.

Andrea überfordert die Situation immer mehr, dazu kommen eigene Eheturbulenzen, und auch von Pfleger Norbert (Andreas Bittl) kann sie keine Hilfe erwarten, da sich dieser rettungs- und zudem aussichtslos in Elisabeths abweisende Enkelin Gisi (Annabel Faber) verliebt hat. Die Situation droht zu eskalieren.

Heilig Abend

Freitag, 1. Februar 2019
20 Uhr – Hofgarten Immenstadt

Schauspiel von Daniel Kehlmann
mit Jacqueline Macaulay und Wanja Mues, EURO-Studio Landgraf, Titisee

Es ist der 24. Dezember, halb elf Uhr abends. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: Nur genau 90 Minuten hat er Zeit, der Verhörspezialist Thomas, um von einer Frau namens Judith zu erfahren, ob sie tatsächlich, wie er vermutet, um Mitternacht einen – gemeinsam mit ihrem Ex-Mann Peter geplanten – terroristischen Anschlag verüben will. Sie wurde auf dem Weg zu ihren Eltern aus einem Taxi geholt und zur Polizeistation gebracht. Thomas weiß offensichtlich nicht nur theoretisch alles über sie, ihre Arbeit und ihre gescheiterte Ehe, sondern auch praktisch, z. B. dass ihr Ex-Mann am Tag davor von 14.30 Uhr nachmittags bis 22:52 Uhr am Abend bei ihr war. Was haben sie da besprochen?
Im Nebenzimmer wird Peter schon fast zwölf Stunden lang befragt. Ermittler Thomas versucht, wie das bei parallel geführten Vernehmungen üblich ist, den einen über die Aussagen des anderen zu überführen.
Aber wo endet List, und wo beginnt unzulässige Täuschung, wenn unbelegte Vorwürfe wie Fakten behandelt werden? Ist das Ganze doch nur eine Übung für eines von Judiths Seminaren, wie die Philosophie-Professorin behauptet?
Thomas setzt alles daran, Judith aus der Reserve zu locken. Doch da hat er mit ihr, die sich mit dem französischen Psychiater, Politiker und Autor Frantz Fanon und seinen Thesen über die Rechte Unterdrückter auseinandergesetzt hat, kein leichtes Spiel. Im Gegenteil: Sie beginnt, ihr Gegenüber mit gezielten Fragen aus dem Konzept zu bringen.
Die Situation spitzt sich zu. Und die Zeit läuft…

 

Paulette – Oma zieht durch

Samstag, 16. Februar 2019
20 Uhr – Hofgarten Immenstadt

Komödie von Anna Bechstein nach dem französichen Kinofilm "Paulette" von Jérôme Enrico
mit dem Ensemble des a.gon-Theater München
Diana Körner, Anne Stegmann, Hans-Jürgen Helsig, Lutz Bembenneck u. a.

Musik: Christian Auer

Wer sagt denn, dass Geld nicht doch glücklich machen kann? Oma Paulette muss von Grundsicherung leben, ist verbittert, bösartig und extrem rassistisch. Als der Gerichtsvollzieher auch noch die Möbel holt, reicht es.
Sie nimmt ihr Leben in die Hand und wird vom Sozialfall zu einer äußerst erfolgreichen Geschäftsfrau. Kleiner Schönheitsfehler: Paulette dealt mit weichen Drogen. Und das ziemlich ungestört von der Obrigkeit, denn wer würde so etwas schon bei einer Frau ihres Alters erwarten? Dafür muss sie sich Konkurrenten und Neider aus der Unterwelt vom Hals halten. Das materiell nun viel bessere Leben aber auch die für den Geschäftserfolg unumgängliche Begegnung mit Menschen anderer Herkunft und Hautfarbe bewirken etwas. Paulette entdeckt Seiten an sich, die sie regelrecht sympathisch erscheinen lassen – na beinahe, jedenfalls…

Eine herrliche Komödie, basierend auf dem gleichnamigen französischen Kinohit aus dem Jahr 2013. Dazu mit ernstem Kern – es geht um die Überwindung von Altersarmut, sozialer Ausgrenzung, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit.

Die Therapie

Donnerstag, 7. März 2019
10 Uhr – Hofgarten Immenstadt

Psychothriller von Sebastian Fitzek
mit Thomas Gumpert, Esther Esche, Silvio Hildebrandt, Maxi Rumpf vom Berliner Kriminaltheater

Josy, die 12-jährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen spurlos. Es gibt keine Zeugen, eine Leiche wurde nie gefunden. Jahre später wird Viktor von einer Zeitschrift um ein Interview gebeten. Er zieht sich auf eine einsame Insel zurück, in der Hoffnung, dort endlich wieder zu sich finden und sich der Geschichte endgültig stellen zu können. Unerwartet bekommt er Besuch von der jungen Autorin Anna Spiegel, die unter Wahnvorstellungen leidet und ihn bittet, sie zu therapieren. Sie behauptet, Visionen von einem Mädchen zu haben, das spurlos verschwunden sei. In ihren Schilderungen gibt es deutliche Parallelen zu Josy. Haben ihre Halluzinationen etwas mit dem Verschwinden des Mädchens zu tun? Nach langem Zögern beginnt Viktor die Therapie mit Anna. Doch was er damit in Gang bringt, übertrifft seine schlimmsten Alpträume...

Die Streiche des Scapin

Dienstag, 9. April 2019
20 Uhr – Hofgarten Immenstadt

Komödie von Molière
mit dem Ensemble des Neuen Globe Theaters Potsdam
Sebastian Bischoff, Saro Emirze, Andreas Erfurth, Rike Joeinig, Petra Wolf u. a.

Die Väter Argante und Geronte, zwei reiche und gierige alte Kaufleute aus Neapel, sind auf Geschäftsreise und überlassen ihre beiden Söhne den Dienern zur Aufsicht. Den Söhnen fällt aber nichts Besseres ein, als sich Hals über Kopf zu verlieben: Leandre, Gerontes Sohn, umgarnt die schöne Zerbinette, ein fahrendes Mädchen fraglicher Herkunft, und Octave, der Sohn von Argante, heiratet sogar heimlich die liebliche, aber mittellose Hyacinthe, die, nur in Begleitung ihrer Amme, an der Küste Neapels gestrandet ist. Aber es kommt noch schlimmer! Denn die beiden Väter haben vereinbart, dass der Sohn des einen die Tochter des anderen ehelichen soll! Was tun?  Scapin, der gerissene und schlagfertige Diener von Leandre, soll helfen, Geld zu beschaffen, um Zerbinette vom fahrenden Volk loszukaufen. Gleichzeitig hilft er seinem Kollegen Silvestro, Diener des Octave, dessen Probleme in den Griff zu kriegen: Mit Hilfe von allerlei Tricks und Possenspiel werden die beiden Väter um ihr Geld gebracht und zum Ende erleben alle noch eine Überraschung, mit der selbst das Schlitzohr Scapin in seinen kühnsten Träumen nicht gerechnet hat!