zur Tourismus-Seite
Stadt Sonthofen Stadt Sonthofen
kopfbild_sommer_6.jpg
kopfbild_sommer_9.jpg
kopfbild_sommer_2.jpg
kopfbild_sommer_7.jpg
kopfbild_sommer_5.jpg
kopfbild_sommer_8.jpg

Willkommen bei der Stadtverwaltung Sonthofen

Spielplan des städtischen Theaters

 In der Spielzeit 2017/2018 können Sie zwischen mehreren Abos wählen. Selbstverständlich erhalten Sie für alle Vorstellungen auch Karten im Freiverkauf (Abendkasse jeweils ab 19.00 Uhr bei den Abendveranstaltungen).

Vorstellungen in Sonthofen

Die Verwandlung

Dienstag, 14. November 2017
20.00 Uhr – Haus Oberallgäu

nach Franz Kafka

mit dem Theater Schloss Maßbach

Regie: Ingo Pfeiffer

Franz Kafkas meisterhafte Novelle zählt bis heute zu den bedeutendsten Klassikern der Moderne und ist nichts weniger als ein faszinierendes Stück Weltliteratur. Nach einer durchträumten unruhigen Nacht findet sich der Handlungsreisende Gregor Samsa in seinem Bett in ein Ungeziefer wieder. Er versteht die Welt nicht mehr und die Welt versteht ihn nicht mehr. Die spontane Metamorphose Gregors sorgt im kleinbürgerlichen Familienkosmos für Angst und Schrecken: Alle Eigenschaften, die ihn bisher auszeichneten, wie Anpassung und Arbeitseifer, sind mit einem Mal verschwunden. Er selbst könnte damit leben und findet am nutzlosen Müßiggang sogar Gefallen, doch seine Familie empfindet Abscheu und Ekel. Immer mehr wenden sich seine Eltern und seine Schwester von ihm ab. So fristet Gregor als nutzloses Insekt die Tage allein in seinem Zimmer, isoliert von der Welt. Doch für die Familie steht längst fest: Gregor muss weg! "Die Verwandlung" ist eine der berühmtesten Geschichten über einen Aussteiger, der einfach nicht mehr mitmacht und damit seine Umwelt in Unsicherheit und flirrende Unruhe stürzt. Es folgen Entfremdung und letztlich der Verstoß. Einzigartig ist dabei die von Kafka geschaffene Atmosphäre des Unheimlichen und Unfassbaren, des berühmt gewordenen "Kafkaesken".

Sei lieb zu meiner Frau

Donnerstag, 22. Februar 2018
20.00 Uhr – Haus Oberallgäu

Komödie von René Heinersdorff
mit dem Theater an der Kö, Düsseldorf

Oscar, ein Komikzeichner, stellt den Liebhaber seiner Frau, den Verleger Karl, zur Rede. Nicht aber, weil er der Liebhaber ist, sondern weil ihm die Bemühungen, die dieser seiner Frau zukommen lässt, zu gering erscheinen, zu flüchtig. Er fordert Karl also zu mehr Romantik und mehr Engagement auf. Denn immer dann, wenn seine Frau Sabrina sich ungeliebt fühlt, hat er, Oscar, zu Hause Stress. Doch ganz so selbstlos, wie es scheint, ist Oscar nicht. Auch er hat ein Geheimnis, das allerdings, von ihm ungeahnt, weit in das Leben von Karl hineinspielt. Und als sich alle, nicht ganz zufällig, auf der Dachterrasse eines schicken Hotels in Istanbul treffen, ist das Chaos perfekt ...

Die 2010 in Düsseldorf aufgeführte Komödie gastierte in dieser Produktion bereits erfolgreich in Hamburg, Berlin, Essen, Köln, Bonn, Frankfurt, Stuttgart, Karlsruhe und München.

Das kleine Gespenst

Dienstag, 27. Februar 2018
vormittags – Haus Oberallgäu

Märchenaufführung nach dem Kinderbuchklassiker von Otfried Preußler (ab 5 Jahre)
mit fünf SchauspielerInnen des Landestheaters Schwaben, Memmingen

In diesem zauberhaft-zeitlosen Kinderbuchklassiker trifft ein eigenwilliges, aber liebes Nachtgespenst zum ersten Mal auf Menschen. Als fremdes, schwarzes Etwas versetzt es ein Städtchen in helle Aufregung. Niemand will an Gespenster glauben, schon gar nicht an störende! In poetischen Bildern zeigt das Landestheater Schwaben eine eigene Fassung, die auch von der Sehnsucht nach Gemeinschaft und Anerkennung erzählt.

Seit uralten Zeiten haust auf Burg Eulenstein ein mondweißes Nachtgespenst. Es ist harmlos, solange es nicht geärgert wird. Schlag Mitternacht steigt es – HATSCHI! – aus seiner staubigen Truhe und geistert schlüsselrasselnd durch die Burg. Mit seinem Freund Uhu Schuhu redet es über alte Zeiten und freut sich kichernd, wie es vor 325 Jahren General Torstenson mit seinem Heer aus der Stadt vertrieb. Es liebt den Mondschein, doch wie aufregend wäre es, die Welt bei Tage zu sehen! Da geschieht es: Um 12 Uhr mittags wacht es auf, von der Sonne schwarz geworden, flüchtet es vor einer Schulklasse und verirrt sich heillos in der Kanalisation. Auf der Suche nach dem Heimweg bringt es die historischen Festspiele der Bewohner total durcheinander. Als dann auch noch Torstenson vor ihm steht, wird es dem kleinen Gespenst zu bunt! Zum Glück lernt es die Apothekerkinder Jutta und Günther kennen. Können sie ihm helfen? Charmant lässt Otfried Preußler, einer der bedeutendsten Kinder- und Jugendbuchautoren Deutschlands, scheinbar unvereinbare Welten aufeinandertreffen. Turbulent, witzig und mit Gefühl für traumhafte Mondnächte ist "Das kleine Gespenst" eine wunderbare Fabel für die ganze Familie.

4 MIN 12 SEK

Dienstag, 6. März 2018
10 Uhr – Haus Oberallgäu

von James Fritz

Deutschsprachige Erstaufführung als Jugendaufführung
mit dem Ensemble des Landestheaters Schwaben, Memmingen

"Ein erschreckend komisches Drama über das digitale Zeitalter" (Guardian) ist dieses packende Kammerspiel, das nach großen Erfolgen in London nun erstmals in Deutschland zu sehen ist. Und das virtuose Stück hat alles: Witz, Tiefgang, Spannung und aktuelle Brisanz. Der 17-jährige Jack ist der Augapfel seiner Eltern Di und David, die alles getan haben, um ihm jeden Stein aus dem Weg zu räumen. Sie wünschen sich für ihn ein Leben voller Möglichkeiten. Und es läuft gut: Jack ist sympathisch, clever und gerade dabei, erfolgreich die Schule zu beenden, um dann Jura zu studieren. Doch da passiert es: Ein Video im Internet, das Jack beim Sex zeigt, wirft Fragen auf und droht alles zu ruinieren. Wer hat das Video hochgeladen und was ist überhaupt zu sehen? Di und David beginnen an allem zu zweifeln, an Jacks Freunden, an Jack und zuletzt an sich selbst – was ist die Wahrheit und gibt es sie überhaupt?

Was als modernes Märchen beginnt, wird zum emotionalen Krimi, in dem moralische Sicherheiten kollabieren und Beziehungen wie Kartenhäuser zusammenbrechen. James Fritz versteht es, dramaturgisch brillant das Publikum immer wieder auf die falsche Fährte zu locken: Erkenntnisse und Gewissheiten wanken, man ist hin- und hergerissen, oft überrascht, oft schockiert.

Dieses Stück trifft den Nerv der Zeit, in einer Welt, in der Smartphones und Selfies allgegenwärtig sind und die Privatsphäre sich auflöst. Nichts weniger als der gute Ruf und das Leben stehen auf dem Spiel, denn das Netz entzieht sich jeglicher Kontrolle. Und: Es kennt kein Vergessen.

Der Struwwelpeter

Freitag, 9. April 2018
20 Uhr – Haus Oberallgäu

Junk Oper von Julian Crouch, Phelim McDermott und The Tiger Lillies
nach Motiven aus "Der Struwwelpeter"

mit vier Musikern und sieben SchauspielerInnen des Landestheater Schwaben, Memmingen

Bereits 1845 erschien das legendäre Kinderbuch mit dem beeindruckenden Titelbild, das den kammscheuen Struwwelpeter mit abstehender Mähne zeigt, und wurde schlagartig ein Riesenerfolg. Das Panoptikum tiefschwarzer Pädagogik verfasste der Frankfurter Kinderarzt Heinrich Hoffmann für seinen dreijährigen Sohn: Er hatte einfach kein passendes Weihnachtsgeschenk gefunden. Bis heute sind die grausamen Erziehungsgeschichten um den unruhigen Zappel-Philipp, den kleinen Feuerteufel Pauline und den Daumenlutscher, dem ein listiger Schneider zur Strafe gleich beide Daumen abschneidet, ein Klassiker der Kinderbuchliteratur und haben Generationen von Kindern das Fürchten gelehrt.

Die Tiger Lillies vertonten die Vorlage in einer schrägen Mischung aus Kurt Weill und Tom Waits und erfanden ein neues Genre zwischen Musical und Theaterrevue: Zirkusatmosphäre trifft Bänkelsang, Punk trifft Grusel und alles zusammen ergibt einen fulminanten, rockigen, durchgeknallten Märchenabend! Ein humoreskes Grusical zum Träumen, Lachen, Nachsinnen ...

Disco im Altersheim

Dienstag, 8. Mai 2018
20 Uhr – Haus Oberallgäu

Komödie von Peter Förster
mit Freya Kreutzkam und Simon Fleischhacker, Kammerspiele Dresden


Kriemhild N. und Siegfried A. haben ihre besten Tage hinter sich. Ihr Haltbarkeitsdatum ist längst abgelaufen, und sie warten auf das Ende. Als die neue Heimleiterin im Altersheim ein straffes Regime einführt, erwachen die beiden aus ihrer Lethargie. Sie wollen sich nicht länger wie kleine Kinder behandeln lassen und gehen in den Widerstand. Um der Übermacht des Pflegepersonals zu widerstehen, müssen sie ihre charakterlichen Abgründe reaktivieren. Es beginnt ein Kampf auf Leben und Tod. Die beiden Uralten sind da klar im Vorteil, denn zu sterben wäre für beide eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität.

Achtung: Sehr schwarzer Humor, keine seichte Unterhaltung!




Vorstellungen in Immenstadt (Hofgarten)

Frühstück bei Tiffany

Freitag, 6. Oktober 2017
20 Uhr – Hofgarten Immenstadt

Bühnenfassung nach Truman Capote von Richard Greenberg

mit dem Ensemble der Burghofbühne Dinslaken

Holly Golightly, jung, sexy, mysteriös, ist Exzentrikerin mit großem Freiheitsdrang: Sie flirtet mit den Männern, geht mit ihnen aus, lässt sich von ihnen den luxuriösen Lebensstil finanzieren. Partys und Playboys, viel Oberfläche, wenig Tiefgang und keine Verpflichtungen. Ihr Nachbar, den Holly nach ihrem Bruder kurzerhand einfach Fred nennt, beobachtet sie fasziniert, zunächst nur aus der Distanz. Und obwohl er ihren Lebensstil kennt, verliebt er sich dennoch Hals über Kopf in sie. Er versucht die andere Holly kennenzulernen – eine Frau mit Träumen, Ängsten und Schwächen, aber Holly will sich auf ihn nicht einlassen. Junge Männer mit beschränkten Mitteln haben keinen Platz in ihrem Leben. Dann taucht plötzlich ein Mann auf, der sich als Hollys Ehemann aus ihrem früheren Leben ausgibt und sie wieder mitnehmen möchte ... In "Frühstück bei Tiffany" erzählt der Schriftsteller Fred auf eindringliche Weise die Geschichte einer hinreißend verrückten Frau, die schwer zu fassen ist und sich auch nicht fassen lassen will. Ihre Vergangenheit, ihre Beweggründe, ihre Zukunft – alles bleibt flüchtig.

Tod eines Handlungsreisenden

Freitag, 27. Oktober 2017
20 Uhr – Hofgarten Immenstadt

Drama von Arthur Miller

mit dem Ensemble des Euro-Studio Landgraf, Titisee


Der kleine Vertreter Willy Loman wird nach Jahrzehnten zermürbenden Berufslebens von seiner Firma als nicht mehr verwendungsfähig entlassen. Seiner Familie ist der verschuldete Handlungsreisende längst entfremdet. Besonders seine beiden Söhne Happy und Biff, denen Loman das Streben nach materiellem Erfolg als einzigen Weg zum Glück eingeimpft hat, sind eine Enttäuschung, denn auch sie haben es – zu nichts gebracht. Dabei standen dem früheren Sport-Ass Biff in der Highschool noch alle Wege zum "Amerikanischen Traum" offen. Als Biff nun gegen die Lebenslügen seines Vaters revoltiert, spitzt sich der Familienkonflikt immer weiter zu, bis Loman schließlich nur noch einen einzigen Ausweg sieht ... Arthur Millers mit Preisen überschüttetes Stück ist eine auch aus heutiger Sicht noch beklemmende Charakterstudie eines Menschen, der in einer rein profitorientierten Gesellschaft zum Verlierer werden muss. In Zeiten von Hartz IV und weltweiter Finanz- und Wirtschaftskrisen ist es aktueller denn je.

Scherz beiseite. Ein Mord wird angekündigt. Ein Fall für Miss Marple

Donnerstag, 14. Dezember 2017
20 Uhr – Hofgarten Immenstadt